Nachts im Wald – Jäger auf Spurensuche
Wie Jäger lernen, Spuren und Geräusche zu erkennen
Im Wald wird es spannend, wenn die Sonne untergeht.
Viele Tiere werden jetzt aktiv. Während wir schlafen, beginnt für sie der Tag.
Jägerinnen und Jäger wissen genau, wie sie diese Nachtwelt erforschen können.
Sie gehen auf Spurensuche, um herauszufinden, welche Tiere hier leben und was im Wald passiert.
Warum beobachten Jäger nachts?
Viele Wildtiere sind nachtaktiv.
Dazu gehören zum Beispiel:
- Füchse
- Dachse
- Marder
- Wildschweine
- Fledermäuse
- und viele Eulenarten
Um zu wissen, welche Tiere wo unterwegs sind, müssen Jäger lernen, Spuren zu lesen und Geräusche richtig zu deuten.
Welche Spuren verraten Tiere?
Fußabdrücke
Im weichen Boden oder im Schnee erkennt man oft deutlich, welches Tier hier gelaufen ist.
Rehe hinterlassen Hufabdrücke.
Die Abdrücke von Füchsen zeigen Pfotenabdrücke mit Krallen.
Fraßspuren
Abgenagte Zapfen oder angefressene Rinde verraten, wer hier gefressen hat. Die Spuren, die Jagdtiere hinterlassen, wenn sie ein Tier getötet haben, nennt man in der Jägersprache und Wildbiologie Riss oder Raubwildriss.
Baue und Verstecke
Ein Dachs lebt in einem Bau unter der Erde.
Spuren am Eingang zeigen, ob er gerade zu Hause ist.
Was hören Jäger nachts?
Nachts ist der Wald nicht still.
Man hört:
- das Rufen einer Eule,
- das Rascheln im Laub,
- das Knacken eines Astes,
- oder das Grunzen eines Wildschweins.
Jäger lernen, diese Geräusche zu unterscheiden – fast wie eine eigene Waldsprache.
Technik im Einsatz: Nachtsichtkameras
An manchen Stellen im Wald werden sogenannte Wildkameras oder Nachtsichtkameras angebracht. Sie werden an Bäumen befestigt und machen automatisch Fotos oder kurze Videos, wenn sich ein Tier bewegt.
Diese Kameras arbeiten oft mit Infrarotlicht, das Tiere nicht stört.
So kann man sehen, welche Tiere nachts unterwegs sind – ohne sie zu verscheuchen.
Die Aufnahmen helfen dabei Tierarten nachzuweisen, zu beobachten, wie viele Tiere in einem Gebiet leben und Veränderungen früh zu erkennen.
Wie lernen Jäger das alles?
Bevor jemand jagen darf, muss er eine umfangreiche Ausbildung machen und eine Prüfung bestehen.
Dazu gehört:
- Wissen über Tiere und ihre Spuren
- Erkennen von Tierstimmen
- Kenntnisse über Naturschutz
- sicheres Verhalten im Wald
Warum ist das wichtig?
Wenn Jäger wissen, welche Tiere wo leben, können sie den Wald besser schützen, Tierbestände beobachten und helfen, das Gleichgewicht im Wald zu erhalten.
Sie sind also nicht nur Jäger, sondern auch Naturbeobachter.
Maskottchen
Fuchs:
„Hier im Wald werden nachts tolle Videos von Tieren gemacht. Viele Tiere treffen sich an den gleichen Stellen. Sie kommen zum Fressen oder Trinken. Außerdem benutzen viele Tiere immer wieder die gleichen Wege. Wenn man diese Wege kennt, kann man besonders tolle Aufnahmen machen. Schau dir das mal an?“
Videos
Erkunde mit uns den ganzen Grä-Pfad. Wir begleiten dich auf deinem Weg zu den vielen Stationen, die es hier zu entdecken gibt.
Suche die Pfähle und scanne die QR Codes. Aber schau dich auch gut um. Im Wald sind die „Rostkameraden“ versteckt. Kannst du sie finden?

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