Das Eichhörnchen – Der vergessliche Sammler

Wie es den Wald beim Pflanzen neuer Bäume hilft

„Haha, hier geht es ja um mich – sehr interessant!“


Fast jeder kennt es: das Eichhörnchen mit dem buschigen Schwanz.
Es flitzt durch den Wald, springt von Ast zu Ast und sammelt fleißig Nüsse.

Doch wusstest du, dass Eichhörnchen dem Wald beim Pflanzen neuer Bäume helfen?
Und das – ganz aus Versehen!


Europäisches und amerikanisches Eichhörnchen – Wo ist der Unterschied?

Im Wald in Nordrhein-Westfalen lebt das europäische Eichhörnchen.
Es ist das Eichhörnchen, das wir gut kennen.
Doch es gibt noch eine andere Art: das amerikanische Grauhörnchen.

Beide sehen ähnlich aus – aber sie unterscheiden sich in wichtigen Punkten.


Das europäische Eichhörnchen

Das europäische Eichhörnchen:

  • hat meist rotbraunes Fell, manchmal auch dunkelbraun
  • hat im Winter oft kleine Haarpinsel an den Ohren
  • ist leicht, flink und ein sehr guter Kletterer

Es sammelt Nüsse und Samen und hilft so dem Wald beim Wachsen neuer Bäume.
Diese Art gehört seit sehr langer Zeit zu unseren Wäldern.


Das amerikanische Grauhörnchen

Das Grauhörnchen stammt ursprünglich aus Nordamerika.
Es wurde vom Menschen nach Europa gebracht.

Das Grauhörnchen:

  • ist größer und schwerer als das europäische Eichhörnchen
  • hat graues Fell
  • ist sehr anpassungsfähig und findet leicht Nahrung

In manchen Ländern Europas breitet es sich stark aus.


Warum ist das ein Problem?

Das Grauhörnchen hat einen Nachteil für unser heimisches Eichhörnchen:

  • Es frisst ähnliche Nahrung.
  • Es ist oft kräftiger.
  • Es kann Krankheiten übertragen, die für das europäische Eichhörnchen gefährlich sind.

Darum kann es das europäische Eichhörnchen verdrängen, wenn es sich zu stark ausbreitet.


Wie ist die Lage in Deutschland?

In Deutschland kommt das Grauhörnchen bisher nur selten vor.
In Nordrhein-Westfalen lebt fast ausschließlich das europäische Eichhörnchen.

Damit das so bleibt, ist es wichtig:

  • heimische Wälder zu schützen
  • vielfältige Lebensräume zu erhalten
  • keine fremden Tiere auszusetzen

Warum das europäische Eichhörnchen so wichtig ist

Das europäische Eichhörnchen:

  • verteilt Samen im Wald
  • hilft beim Nachwachsen von Bäumen
  • gehört fest zu unseren heimischen Tierarten

Es ist ein wichtiger Teil unseres Waldes – und verdient besonderen Schutz.


Was sammeln Eichhörnchen?

Im Herbst beginnt die wichtigste Zeit für Eichhörnchen.
Dann sammeln sie Vorräte für den Winter, zum Beispiel:

  • Haselnüsse
  • Eicheln
  • Bucheckern
  • Samen aus Zapfen

Diese Nahrung ist wichtig, weil Eichhörnchen keinen Winterschlaf halten.


Der vergessliche Sammler

Eichhörnchen vergraben ihre Vorräte an vielen verschiedenen Stellen im Boden.
Das nennt man Vorratshaltung.

Doch sie merken sich nicht alle Verstecke.
Ein Teil der Nüsse und Früchte bleibt im Boden liegen – und genau das ist gut für den Wald!


Wie entstehen daraus neue Bäume?

Wenn eine vergessene Nuss im Boden bleibt und genug Wasser und Licht bekommt, kann sie keimen.
So wächst aus einer Eichel eine neue Eiche oder aus einer Buchecker eine neue Buche.

Eichhörnchen sind also echte Baumpflanzer, auch wenn sie das gar nicht planen.


Wo wohnen Eichhörnchen?

Eichhörnchen bauen sich Kobel – das sind kugelige Nester aus Zweigen, Moos und Blättern.
Sie liegen hoch oben in den Bäumen und schützen vor Regen, Kälte und Feinden.

Oft haben Eichhörnchen mehrere Kobel, zwischen denen sie wechseln.


Warum sind Eichhörnchen wichtig für den Wald?

Eichhörnchen helfen dem Wald, indem sie:

  • Samen im Boden verteilen
  • neue Bäume wachsen lassen
  • Teil der natürlichen Nahrungskette sind

Ohne sie würden sich manche Baumarten langsamer ausbreiten.


Quizfrage der Maskottchen

Fuchs:
„Weist du, wie die Wohnung des Eichhörnchens heißt?“

A) Kobel.
B) Koben.
C) Kurbel.

(Lösung: A)

Eichhörnchen:
„Ups – hatte ich schon vergessen!“

Abschied der Maskottchen

Fuchs:
„Jetzt weißt du: Manchmal hilft Vergesslichkeit der Natur.“

Eichhörnchen:
„Weiter geht’s zur nächsten Station – der Wald wächst weiter!“

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